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Kriegsgräber: (4) Schicksale

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Auf der am Tag des Friedhofs 2005 (18. September 2005)


enthüllten Informationstafel im Gewann VII vor dem Ehrenmal
sind im Text einzelne Schicksale von Verstorbenen beschrieben,
deren Grabmale hier abgebildet sind.

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Die schwersten Angriffe erlebte die Frankfurter Bevölkerung zwischen dem 18. und 24. März 1944. Die 22-jährige Else Benker (Reihe 25, Grab 4) kam beim Bombenangriff am 22. März 1944 in Ausübung ihres Berufes als Krankenschwester im Marienkrankenhaus ums Leben.
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Inschrift:

SCHWESTER
ELSE BENKER
23.10.1921
22.3.1944
IM DIENSTE
DER KRANKEN

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Am 12. September 1944 gab es einen Luftangriff, bei dem auch der Bockenheimer Luftschutzbunker in der Mühlgasse getroffen wurde. An diesem Tag starben dort zahlreiche Frauen und Kinder, darunter die 28-jährige Katharina Brunner mit ihrem knapp zweijährigen Sohn Karlheinz (Reihe 47, Grab 13 und 14).
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Inschrift:

KATHARINA BRUNNER
GEB. SCHULMEIER
18.9.1916 12.9.1944
KARL-HEINZ BRUNNER
13.10.1942 12.9.1944
HANS BRUNNER
20.05.1920 12.9.1944

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Unter den deutschen Opfern des Nationalsozialismus finden sich die Urnen von 355 Menschen, die im Rahmen der "Vernichtung lebensunwerten Lebens" ermordet wurden. Die meisten von ihnen kamen in der Landesheil- und Pflegeanstalt Hadamar ums Leben.
Der 11-jährige Alfred Gerlach aus Frankfurt (Block 1G, Reihe 8, Grab 8) war bereits in mehrere Anstalten eingewiesen worden, bevor man ihn am 19. März 1941 von Scheuern nach Hadamar verlegte. Wenige Wochen später wurde er Opfer der "Euthanasie" und wahrscheinlich in der Gaskammer der Anstalt ermordet.
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Inschrift:

PHILIPP HÖHL
16.1.1877 5.12.1943
FRIEDA HEINE
13.12.1908 17.6.1941
KATHARINA
HANNSCHMID
19.2.1906 3.2.1941
ALFRED GERLACH
3.7.1929 1.4.1941

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Wie in vielen anderen Städten des Deutschen Reiches wurden während des Krieges auch in Frankfurt am Main Tausende von Zwangsarbeitskräften bei ortsansässigen Rüstungsbetrieben eingesetzt. Mehr als 500.000 Menschen mußten beispielsweise für die I.G. Farben AG arbeiten. Meistens kamen sie aus der ehemaligen Sowjetunion. Viele von ihnen starben an Krankheit, Entkräftung, Hunger und Unterernährung. Die 19-jährige Katarina Pritecka (Block A, Reihe 2, Grab 3) starb am 14. April 1945 im Städtischen Krankenhaus.
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Inschrift:

TSCHESLAW
TSCECHOWITSCH
14.1.1923
9.3.1945
KATARIENA
PRITECKA
19 JAHRE
13.4.1945
UDSSR

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Tausende von Zwangsarbeitskräften, meistens kamen sie aus der ehemaligen Sowjetunion, starben an Krankheit, Entkräftung, Hunger und Unterernährung.
Waldemar Judicki, (Block N, Reihe 1 Grab 33) geboren am 25.Juli 1924 wurde als Lagerarbeiter beschäftigt und kam am 9. März 1945 im Alter von 20 Jahren ums Leben. Die Todesursachen sind in beiden Fällen unbekannt.
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Die oben angegebene Ortsbezeichnung stammt aus der Datenbank des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., jedoch befindet sich dieses Grabmal (Wandstele) an der Friedhofsmauer zwischen Gewann I u. Gewann K, genau südlich vom NS Kriegsopferfeld. Die ca. Bezeichnung ist: Gewann I, zwischen Block R und S. Die Grabplatten an der Mauer sind nicht genau vor den Grabfeldern angebracht. Fotos Grabstätte Waldemar Judicki: N. Schlüter
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Weitere Informationen zu den Kriegsgräbern auf dem Hauptfriedhof hier

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