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Beim Betreten der
Gruft liegt linker
Hand die Nische gegen
Norden mit den Särgen der Gräfin (1791-1843) und ihrem Sohn Wilhelm Graf von
Reichenbach-Lessonitz (1824-1866),
der sein Leben mit dem Freitod beendete. Auf einer Reise durch die
Schweiz schied er, zweiundvierzig-jährig, am 19. Januar 1866 zu
Neuchàtel freiwillig aus dem Leben. |
In der nördlichen Nische, gekennzeichnet
durch eine Inschrifttafel aus weißem
Marmor, steht der Sarg der Gräfin Emilie von Reichenbach-Lessonitz
(1791-1843).
Hier im Bild hinten.
Vorne der Sarg von Wilhelm Graf von Reichenbach-Lessonitz (1824-1866),
der dritte Sohn der Gräfin. |
Inschrift: |
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Hier ruhet
Emilie Gräfin von Reichenbach Lessonitz geboren zu Berlin am 13.
Mai 1791 gestorben in Frankfurt a. M.
am 12. Februar 1843.
zweite
Gemahlin
Kurfürst Wilhelm II. von Hessen.
Dieses in dankbarer Erinnerung zu ihrem Gedächtniß. |
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Erst am 24. März 1896 wurde der Sarg
in das Mausoleum überführt.
Dabei wurde die Leiche umgebettet.
Der schwarze Holzsarg aus dem
ausgehenden 19. Jahrhundert umschließt
einen goldfarben gestrichenen Zinksarg
mit einem rechteckigen Fenster im Deckel. Die Einbettung ist aus Samt wie
im Zinksarg ihrer 1892 verstorbenen
Urenkelin Gabriele Giga Wera Prinzessin
zu Loewenstein-Wertheim-Freudenberg,
die in der gegenüberliegenden Nische
beigesetzt wurde. Neben den Überresten
der Gräfin liegt eine goldfarbene Amphore
mit Deckel, vermutlich die
Herzurne. .
In der östlichen Nische steht
der Sarg von Carl Gustav Graf von
Reichenbach-Lessonitz (1818-1861),
einem Sohn des Kurfürsten und der
Gräfin. Eine Inschrifttafel aus rotem
Sandstein ist am Postament angebracht.
Der schwarze Holzsarg trägt ein goldfarbenes
Kruzifix aus Holz, das Corpus
gestohlen, sowie ein lila Samtkissen mit
der Grafenkrone. Seitliche Beschläge
zeigen das gräfliche Wappen. Die Nische
rechter Hand nimmt den oben erwähnten
Sarg der Gabriele Giga Wera (1888-1892) auf. Der schwarze, gefaßte Holzsarg umschließt
einen Sarg aus Eichenholz,
in den wiederum ein verlöteter Zinksarg
mit rechteckigem Fenster eingesetzt ist.
Vor diesem Kindersarg steht ein Zinksarg
mit Kruzifix auf dem Deckel. Er umschließt
die sterblichen Überreste von Caroline
(Lilly) von Reichenbach-Lessonitz
(1860-1874 in Stuttgart 14 jährig gestorben), Tochter des Grafen Wilhelm
von Reichenbach-Lessonitz (1824 -1866)
und der Gräfin Amelie (1838 -1912)
geborene Goeler von Ravensburg, deren
Särge am 21. Februar 1913 aus
Ermatingen in das Mausoleum überführt
wurden. Es sind Holzsärge in
neobarocker Form. Derjenige Wilhelms,
zu Füßen seiner Mutter Emilie, trägt das
gräfliche Wappen. Der Sarg Amelies
befindet sich vor der mittleren Nische.
Als Beleuchtung der Gruft dienen vier
reich verzierte Kerzenständer auf Bocksfüßen.
Der Gruft angefügt ist im Westen ein
tonnengewölbter schmaler Raum,
der nach Hessemers Beschreibung die
Särge der Kinder der Gräfin und des
Kurfürsten sowie deren Angehörige
aufnehmen sollte, während die Eltern in
der zentralen Gruft beigesetzt werden
sollten. Die Trennwand zum Hauptraum
trägt die marmornen Inschrifttafeln
in gotisierenden Rahmen für Caroline,
Wilhelm und Amelie von Reichenbach-Lessowitz, die ca. 1913 eingelassen
wurden. |
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Schild am Sarg der Gräfin |
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Sarg von Wilhelm Graf
von Reichenbach-Lessonitz (1824-1866) |
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Sarg von Wilhelm Graf
von Reichenbach-Lessonitz (1824-1866) |
Sarg der Gräfin mit Wappen und Schild |
Wappen am Sarg der Gräfin |