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| Presseberichte |
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Am 7. Juni 2002 wurde in einer Feierstunde die Grabstätte "Ein Hauch von Leben - Letzte Ruhestätte für totgeborene Kinder" feierlich eingesegnet. |
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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 07.06.2002 |
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"Ein Hauch von Leben": Letzte Ruhestätte für totgeborene Kinder Die Madonna blickt traurig auf das Grab, den Blick etwas zur Seite gewandt. Eine Sternschnuppe aus kleinen Buchsbaumsträuchern symbolisiert Vergangenheit. "Ein Hauch von Leben - Grabstätte für tot geborene Kinder" steht auf dem Stein. Seit drei Jahren gibt es schon auf dem Frankfurter Hauptfriedhof eine Beerdigungsstätte für Kinder, die tot zur Welt gekommen sind. Gestern wurde das Grab feierlich eingesegnet. Bisher gab es weder eine Bestattungspflicht noch eine offizielle Grabstätte für Kinder, die bei ihrer Geburt weniger als 500 Gramm wogen. Viele Babys wurden nicht beerdigt. Kleine Pflastersteine erinnern an die inzwischen mehr als zweihundert Kinder, die hier ihre letzte Ruhe gefunden haben. Gesundheitsdezernat Nikolaus Burggraf (CDU) und viele Eltern waren gekommen, einige legten Blumengebinde nieder. Die katholische Krankenhausseelsorgerin Agnes Schulte-Dohnal segnete das Grab, besprengte es mit Weihwasser. "Das Wasser steht für das Leben", sagte sie. Elisabeth Knecht und Amir Zaidan nahmen für die evangelische Kirche und die islamische Gemeinde teil. Im Namen der Eltern dankte Martina Tauber für die Einrichtung der Grabstätte. "Ist nicht auch die Würde dieser kleinen Menschen unantastbar". |
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| Frankfurter Neue Presse vom 07.06.2002 |
| Es ist das Schlimmste, was Eltern passieren kann, wenn eine Geburt nicht mit dem Leben, sondern mit dem Tod beginnt. Oftmals sind die Eltern dann nicht in der Lage zu entscheiden, wie ihre Kinder begraben werden sollen. Denn Babys unter einem Geburtsgewicht von 500 Gramm sind nach deutschem Recht nicht "bestattungspflichtig". Gestern stellten Stadtrat Nikolaus Burggraf und Martina Tauber, Mitglied der Initiative Regenbogen "Glücklose Schwangerschaft", die neugestaltete Grabstätte für totgeborene Kinder auf dem Frankfurter Hauptfriedhof vor. Die Genossenschaft der Friedhofsgärtner, die Frankfurter Klinikallianz und die Steinmetzinnung übernahmen die Kosten für die Gestaltung der Grabplatte und die Arbeit an einem Sockel, auf dem eine Frau mit gefalteten Händen zu sehen ist. Golderdbeeren dienen als Bodendecker, sie sollen kleine Wolken um die aus Buchsbaum gestaltete Sternschnuppe darstellen. Die Grabstätte trägt den Namen: "Ein Hauch von Leben - Grabstätte für totgeborene Kinder". Betroffene Eltern können sich an ihr Krankenhaus oder die Genossenschaft der Friedhofsgärtner, Telefon 5970354, wenden. |
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| Frankfurter Rundschau vom 07.06.2002 |
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Kindergrab Etwa 250 tot geborene Kinder und Fehlgeburten wurden seit 1999 in der Urnengrabstätte auf dem Hauptfriedhof anonym beigesetzt. Seit gestern ruhen sie in geweihter Erde, die den Namen trägt "Ein Hauch von Leben - Grabstätte für totgeborene Kinder". Seelsorger der evangelischen und der katholischen Krankenhausseelsorge segneten die Grabstätte ein und Vertreter vom Islam und Judentum sprachen Gebete. Gesundheitsdezernat Nikolaus Burggraf und Martina Tauber, Mitglied der Initiative Regenbogen "Glücklose Schwangerschaft" sowie Gert Schirmer von der Genossenschaft der Friedhofsgärtner wohnten der Zeremonie bei. Die Organisation hatte das bislang schmucklose Rasenstück vor der denkmalgeschützten Mauer bepflanzt, deren einzige Zierde das Relief einer Madonna mit Kind war. Jetzt gibt es zwischen Blütenpflanzen eine Sternschnuppe aus Buchsbaum, Sternchen aus Pflastersteinen und die Skulptur einer trauernden Mutter. |