Frankfurter Hauptfriedhof: Mausoleum Familie von Pander zur Hosen
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Familie

 

Nikolaiweg 8

In einer Villa in Darmstadt, Nikolaiweg 8 - in Sichtweite der russische Kapelle auf der Mathildenhöhe - fand die 1866 aus Petersburg kommende Familie ein Zuhause. Das Foto zeigt den Bereich heute, wo damals das Anwesen der Familie von Pander zur Hosen war. Nach dem Tode von Mathilde von Pander, geb. zur Hosen im Jahre 1918 wurde die Villa verkauft und der Erlös dem Erbe zugeteilt. Das Haus existiert nicht mehr, es wurde Opfer der Zerstörung des alten Darmstadt - Brandnacht vom 11./12.09.1944.

Dr. med. Eduard Friedrich von Pander zur Hosen

geb. 23.03.1832 in St. Petersburg gest. 02.09.1912 - 80 Jahre
bis 1866 Arzt in Petersburg, dann Praxis-Niederlassung in Frankfurt am Main
Er war russischer Staatsrat, Besitzer einer Pneumatischen Heilanstalt u. Pneumatischer Glocke
und wohnte 1881 in der Leerbachstraße 25 (Haus gehörte Ph. Holzmann).
Die Grabkapelle / Mausoleum im Gewann I 424 ließ er bauen. Sie steht seit dem 30.10.1908.
Er ist jedoch dort nicht beigesetzt. Der Ort seiner Grabstätte ist bis heute nicht bekannt.


Mathilde Henriette Marie von Pander, geb. zur Hosen

24.08.1837 - 05.08.1918 Darmstadt - 81 Jahre
Ehefrau von Dr. med. Eduard von Pander
Villen in Frankfurt am Main, Gutleutstraße 76 und in Darmstadt, Nikolaiweg 8
Beigesetzt in Grabkapelle / Mausoleum im Gewann I 424

Kinder aus der Ehe Dr. Eduard Friedrich von Pander und Mathilde von Pander, geb. zur Hosen

Konstantin August (1860-1936), wohnhaft Darmstadt
Mathilde Maria Olga (1866-1882)
Eduard Ludwig (?), Darmstadt, war 1889 in Frankfurt/Main Fabrikant von Garnrollen, Weinvertreter


Konstantin August von Pander

20.07.1860 St. Petersburg - 23.04.1936 Darmstadt - 76 Jahre
Sohn der Eheleute Dr. Eduard Friedrich von Pander und Mathilde von Pander, geb. zur Hosen
Urne vom Krematorium Darmstadt Nr. 2259 in Grabkapelle / Mausoleum im Gewann I 424

Ehe mit Auguste von Pander, Frankfurt am Main, Niedenau 56


Elise zur Hosen, geb Siegfried

04.06.1802 - 26.04.1873 - 71 Jahre
Mutter zur Ehefrau von Dr. med. Eduard von Pander
Beigesetzt Gewann C 79, 1909 umgebettet nach in Grabkapelle / Mausoleum im Gewann I 424


Mathilde Maria Olga von Pander

09.05.1866 Petersburg - 17.12.1882 Frankfurt - 16 Jahre
Tochter der Eheleute Dr. Eduard Friedrich von Pander und Mathilde von Pander, geb. zur Hosen
Beigesetzt Gewann C 79, 1909 umgebettet nach in Grabkapelle / Mausoleum im Gewann I 424
Für sie steht der weiße Marmorengel in der Grabkapelle


Chr. Ludwig zur Hosen

Bruder zur Ehefrau von Dr. med. Eduard von Pander
in Moskau

Kinder

Olga zur Hosen, Moskau
Adele zur Hosen, Moskau
Louis zur Hosen, Moskau


Alexander zur Hosen

Bruder zur Ehefrau von Dr. med. Eduard von Pander
in Petersburg

Kinder

Alexander zur Hosen, Börsenmakler in Petersburg
Theodor zur Hosen in Lausanne (Schweiz)
Olga, Ehefrau des Kaufmannes Schall, wohnhaft in Riga
Jenny, Witwe des Dr. Neumann in Petersburg


Emilie Heyn, geb. zur Hosen

Schwester zur Ehefrau von Dr. med. Eduard von Pander
in Naumburg

Ehe mit Consul Heyn in Berlin
Kinder
Emilie, Ehefrau des Generalleutnant von Jena, wohnhaft in Naumburg
Olga, Witwe des Oberstleutnant Hellermann, wohnhaft auf Gut nahe Berlin
Ludwig Heyn, Regierungsrat in Stettin
Rudolf Heyn, Rittmeister i.P. in Groß-Lichterfelde

Elisabeth Gevers

13.11.1847 - 30.01.1927 - 80 Jahre
Urne Beigesetzt Gewann C 79, umgebettet nach in Grabkapelle / Mausoleum im Gewann I 424


Anmerkung des Autors

Recherchen nach der Grabstätte von Dr. med. Eduard Friedrich von Pander zur Hosen (1832-1912)
bei den Friedhofsverwaltungen Hauptfriedhof Frankfurt am Main,
Alter Friedhof Darmstadt sowie Waldfriedhof Darmstadt verliefen negativ.


In der Grabkapelle / Mausoleum im Gewann I 424 sind 2 Urnen beigesetzt, deren Daten mir nicht bekannt sind. Allerdings konnte ich erfahren, daß diese nicht zum Kreis der Familie von Pander zur Hosen
gehören. Nachdem das Nutzungsrecht der Grabstätte im Gewann C 79 abgelaufen war, wurde die
Grabstätte anderweitig belegt. Darunter zählt auch die Bestattung von Elisabeth Gevers (1847-1927).
Als dann Gewann C 79 gänzlich abgeräumt wurde, kamen (vermutlich) die dort beigesetzten Urnen ins
Mausoleum, ohne eine direkte Verbindung zur Familie von Pander zur Hosen zu haben.


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