Frankfurter Hauptfriedhof: Mausoleum Familie von Pander zur Hosen
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Grabkapelle der Familie von Pander zur Hosen

GPS: N 50° 08' 08.1'' E 008° 41' 26.1''

Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof Das Mausoleum der Familie von Pander zur Hosen steht
im Gewann I 424.


Das Gebäude mißt in der Breite 4,50 Meter und ist 6 Meter lang.
Den Eingang schmückt eine zweiflüglige Eisentür, die im Normalfall immer geschlossen ist.
Man erreicht die vom Hauptweg (Platanenweg) linksseitig 8 Meter zurückgesetzte Familiengrabstätte in der Verlängerung des Lebensbaumwegs, der östlich der großen Rasenfläche an der Trauerhalle beginnt.
Frankfurter Hauptfriedhof
Das Gebäude wurde Anfang 1908 von Dr. med. Eduard Friedrich von Pander zur Hosen (1832-1912) bei den Darmstädter Architekten Georg Scherer & G. G. Finke, Darmstadt, Rheinstraße 47 in Auftrag gegeben.
Beim Betreten erkennt man bei dem durch die seitlichen runden Fenster fallenden, schwachen Tageslicht drei gut erhaltene, reich verzierte Metallsärge und stirnseitig einen weißen, knienden Marmorengel auf einem gleichfarbigen Marmorsockel. Davor steht in Sockelhöhe eine tiefblaue Schmuckurne.
Drei weitere Urnen befinden sich seitlich in 2 Steinbehältern.
Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof
Sarg linke Seite
von
Mathilde von Pander, geb. zur Hosen (Ehefrau von
Dr. med. Eduard von Pander)
24.08.1837 - 05.08.1918
Sarg in der Mitte
von
Mathilde Maria Olga von Pander
(16 jährige Tochter von
Dr. med. Eduard von Pander)
geb. 09.05.1866 in Petersburg
gest.  17.12.1882 in Frankfurt
Sarg rechte Seite
von
Elise zur Hosen, geb Siegfried
(Mutter zur Ehefrau von
Dr. med. Eduard von Pander)
04.06.1802 - 26.04.1873
Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof
Schild am linken Sarg Schild am mittleren Sarg Schild am rechten Sarg
Der weiße Grabengel - vor dem mittleren Sarg - gilt der Tochter von Frau Mathilde von Pander und Dr. med. Eduard von Pander, Mathilde Maria Olga von Pander, die 1866 mit 16 Jahren verstarb.
Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof
Inschrift


HIER RUHT IN GOTT
MATHILDE VON PANDER
GEB. IN ST. PETERSBURG
DEN 9. MAI 1866,
GEST. IN FRANKFURT A. M.
DEN 17. DEZ. 1882
DU WARST DAS LIEBSTE UNS AUF ERDEN
WAS UNS DER HIMMEL GAB;
DASS WIR DICH WIEDERSEHEN WERDEN,
IST TROST BEI DEINEM GRAB.
 
Frankfurter Hauptfriedhof
Der Grabengel
(Künstler nicht bekannt)
Vor dem Engel steht die Urne von
Konstantin v. Pander - Hauptmann a. D. (Sohn von Dr. med. Eduard von Pander)
geb. 20.07.1860 St. Petersburg
gest. 23.04.1936 Darmstadt

Kinderarzt Dr. med. Eduard Friedrich von Pander:
Er war russischer Staatsrat, Besitzer einer Pneumatischen Heilanstalt und Pneumatischer Glocke, die er auf anraten von Moritz Schmidt 1872 in seiner Klinik im Reuterweg 12 einrichtete. Sie bestand über 25 Jahre. Gestorben in Frankfurt am Main.

 

Quelle: Wilhelm Kallmorgen: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Frankfurt am Main. Frankfurt am Main 1936, Seite 368

Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof
Behälter mit 3 Urnen, von denen eine Urne erkennbar mit einem Schild gekennzeichnet ist:
Elisabeth Gevers
geb. 13.11.1847 - gest. 30.01.1927
Vorfeld der Grabkapelle
mit Blick auf den benachbarten Grabengel von
Caroline Grüttner (1848-1909)
im Gewann I 423
    Blick nach Außen
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Sarg mit Engel auf Sockel Verzierung am Sarg Seitenfenster
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Über dem Eingang steht:
RUHESTÄTTE VON PANDER ZUR HOSEN
ST = PETERSBURG.
Vorderansicht Rückansicht
Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof Frankfurter Hauptfriedhof
Skizze des Architekten (Teil) Bauplan von 1908 (Teil) Bauplan von 1908

Ein Nachfahre der Familie von Pander berichtet auf Anfrage über die Eigentumsverhältnisse der Grabstätte im Mai 2008: Früher war das Mausoleum und der Grund auf ewig gekauft worden, jedoch mit der Erneuerung der Friedhofsordnung wurden hohe Gebühren für 10 Plätze fällig.
1988 ist keiner in der Familie von Pander bereit gewesen, das Mausoleum zu erwerben, weil die laufenden Kosten zu hoch waren. Eine zweckgebundene Spende zur Erhaltung des Gebäudes von zweistelligen Tausend DM kam nicht zur Übergabe, weil die Friedhofsverwaltung  sich nicht diktieren lassen wollte, wofür seine Spende genutzt wird. Es waren keine zweckgebunden Spenden möglich. Also verzichtete der Nachfahre nicht nur auf das Mausoleum, sondern auch auf die Spende für Dach- und Innensanierung.
Nachdem 1989 das Nutzungsrecht erloschen war, wurde das am 30.10.1908 fertig gestellte Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. In der  Denkmal Topographie Stadt Frankfurt am Main "Der Frankfurter Hauptfriedhof" von Bettina Erche ist ein entsprechender Eintrag auf Seite 390 zu finden.

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