Frankfurter Hauptfriedhof:
 Zum Gewann XIV (römisch 14)  

Grabstätten der Familie Klimsch

 

Frankfurter Hauptfriedhof Foto links:
Grabstätte der Familie Klimsch im Gewann V 428
 

Inschrift:
 
FAMILIE KLIMSCH
FERDINAND KLIMSCH 12.XII.1812 - 14.IX.1890
HENRIETTE KLIMSCH 11.III.1818 - 20.III.1884
KARL KLIMSCH 26.V.1848 - 6.XII.1926
LUISE KLIMSCH 9.VIII.1842 - 5.II.1922
FRIEDA KLIMSCH 28.V.1869 - 14.III.1921
EUGEN KLIMSCH 8.IX.1872 - 6.V.1945
AUGUSTE KLIMSCH 13.IV.1879 - 27.XII.1966
HELENE KLIMSCH 22.III.1866 - 5.III.1950
 
Frankfurter Hauptfriedhof
Foto links:
Grabstätte im Gewann XIV 1
 

Inschrift:
 
PAUL KLIMSCH
15.06.1868 - 04.06.1917
CHARLOTTE KLIMSCH
GEB. ZICKWOLFF
26.07.1867 - 02.11.1932
 
Berichtigung:

Informationen aus verschiedenen Druckschriften über den Bildhauer Fritz Klimsch 10.2.1870 - 30.3.1960, daß dieser auf dem Frankfurter Hauptfriedhof bestattet sei, ist nicht richtig. Seine letzte Ruhe fand Fritz Klimsch in Saig (Hochschwarzwald).

Quelle: www.galerie-koch-westenhoff.de Daten Fritz Klimsch


Frankfurter Biographien
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Buchbeschreibung der Frankfurter Biographie, Erster Band A - L finden Sie hier

Klimsch, Eugen Johann Georg, Maler und Lithograph, 29.11.1839 - 09.07.1896
Klimsch, Eugen Johann Georg. Prof. Maler und Lithograph, geb. 29.11.1839 Frankfurt am Main, gest. 9.7.1896 Frankfurt am Main. Sohn von Ferdinand Klimsch Bruder von Karl Klimsch Ausbildung bei seinem Vater, dann seit 1852 an der Höheren Gewerbeschule und seit 1855 am Städel bei Becker und Zwerger, schließlich seit 1859 in München. Seit 1865 Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Frankfurt am Main Seit 1895 als Nachfolger Kirchbachs Leiter der Mal- und Komponierschule am Städelschen Kunstinstitut. Studienreisen nach Paris, London und Venedig. Werke: Illustrationen zu Jugendschriften, Märchen- und Klassikerausgaben; Entwürfe für Adressen (u. a. Adresse der Frankfurter Künstlergesellschaft zum 90. Geburtstag Kaiser Wilhelms L), Diplome und Ballkarten; Genrebilder und Miniaturen; Fresken und Dekorationen (u. a. Deckengemälde im Großen Saal des Palmengartens sowie Dekorationen in Privathäusern in Frankfurt am Main. sowie in Lloyd-Dampfern); Porträts (u. a. von Heinrich Hoffmann). Vater von Fritz Klimsch.
 

Quelle: Frankfurter Biographie, Erster Band A - L, Verlag Waldemar Kramer, Seite 399-400


Klimsch, Ferdinand Karl. Lithograph, Kupferstecher, Maler, 12.12.1812 - 14.9.1890
Klimsch, Ferdinand Karl. Lithograph und Kupferstecher. Maler, geb. 12.12.1812 Böhmisch-Leipa, gest. 14.9.1890 Frankfurt am Main. Seit 1837 in Frankfurt am Main, wo er im Atelier von Bernhard Dondorf arbeitete. 1858 gründete Klimsch in der Alten Mainzer Gasse eine eigene lithographische Anstalt, die sich vor allem mit der Anfertigung von Buchillustrationen und mit der Herstellung von Banknoten (u. a. für Hessen-Kassel, Hessen-Darmstadt und die Frankfurter Bank) befaßte. Die Firma wurde von seinem Sohn Karl weitergeführt. Veröffentlichung von Vorlagenwerken und Lithographien nach eigenen Zeichnungen (u. a. "Der Festzug zur 100jährigen Geburtstagsfeier Fr. v. Schillers zu Frankfurt am Main, den 10. November 1859", 1859, und "Das allgemeine Deutsche Schützenfest zu Frankfurt am Main", 1862). Ölgemälde und Aquarelle. Vater von Eugen und Karl Klimsch Großvater von Fritz Klimsch.
 

Quelle: Frankfurter Biographie, Erster Band A - L, Verlag Waldemar Kramer, Seite 399-400


Klimsch, Fritz. Bildhauer, 10.2.1870 - 30.3.1960 Freiburg/Breisgau
Klimsch, Fritz. Bildhauer, geb. 10.2.1870 Frankfurt am Main, gest. 30.3.1960 Freiburg/Breisgau. Vater Eugen Johann Klimsch, Maler. Erste künstlerische Ausbildung erhielt Klimsch von seinem Vater und seinem Patenonkel, dem Bildhauer Fritz Schierholz. 1886 brach Klimsch die Schulausbildung an einem Frankfurter Realgymnasium ab, um an der Berliner Akademie zu studieren (1886-1894). 1894 unternahm er Studienreisen nach Paris und nach Italien, wo er die klassische Kunst sowie das Werk Rodins kennenlernte. 1898 gründete Klimsch zusammen mit Liebermann und Leistikow die Berliner Sezession und 1904 den Deutschen Künstlerbund in Weimar. 1910 wurde Klimsch zum Professor der Preußischen Akademie der Künste in Berlin ernannt, 1921 Berufung auf den Lehrstuhl für freie und angewandte Kunst in Berlin. 1943 wurde er in Berlin ausgebombt und siedelte zunächst nach Salzburg über, wo er 1946 ausgewiesen wurde. Bis zu seinem Tod lebte er dann auf dem Hierahof bei Saig im Hochschwarzwald. Klimsch, der sich mit der Wiederaufnahme der antiken Bildhauerkunst auseinandersetzte, fand schon früh Anerkennung. 1894 mit dem großen Staatspreis der Akademie zu Berlin ausgezeichnet, gewann er 1906 den Wettbewerb um das Denkmal für Rudolf Virchow (Berlin), was für ihn den Durchbruch bedeutete. Die klassizistischen Arbeiten Klimschs, die anfangs in ihrer expressiven Oberflächenbehandlung an Rodin erinnerten, wandelten sich nach 1930 in glatte, pathetische Bildnisse, die den künstlerischen Idealvorstellungen der Nationalsozialisten entsprachen. So schuf er auch Bildnisbüsten von Ludendorff, Hindenburg und Hitler sowie diverse Kriegerdenkmäler. 1940 Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft, 1959 Großes Verdienstkreuz des Bundes Verdienstordens. "Jugendlicher David" und "Weiblicher Akt" im Besitz des Städelschen Kunstinstituts, Brunnenanlage mit Nymphe (1929) vor dem ehemaligen I.G.-Hochhaus. (Birgit Weyel)
 

Quelle: Frankfurter Biographie, Erster Band A - L, Verlag Waldemar Kramer, Seite 399-400


Klimsch, Karl Ferdinand. Lithograph. Maler, 26.5.1841 - 6.12.1926
Klimsch, Karl Ferdinand. Lithograph. Maler, geb. 26.5.1841 Frankfurt am Main, gest. 6.12.1926 Frankfurt am Main, Sohn von Ferdinand Klimsch Bruder von Eugen Klimsch Onkel von Fritz Klimsch. Nach seiner Ausbildung in München kehrte Klimsch 1864 nach Frankfurt am Main zurück und trat in die lithographische Anstalt seines Vaters ein. Er baute die Firma "Klimsch & Co." zu einer bedeutenden lithographischen Verlagsanstalt und Druckerei aus. 1885 wurde bei Klimsch die erste Reproduktionskamera aus Holz hergestellt; seitdem entwickelte sich das Unternehmen zu einer der bedeutendsten Spezialfabriken und Großhandlungen für Reproduktionstechnik in Europa. "Klimsch & Co." stellte erst 1989 den Fabrikationsbetrieb ein. Die Firma, noch immer in Familienbesitz, besteht heute als Handelsund Beratungsgesellschaft für Reprotechnik weiter in Frankfurt am Main Klimsch zog sich seit 1895 allmählich aus dem Geschäft zurück und widmete sich seinen Malstudien. Veröffentlichungen von Musterbüchern für Lithographen. Entwürfe für Schrifttypen, Ornamente und Stickmuster. Herausgeber des "Allgemeinen Anzeigers für Druckereien".
 

Quelle: Frankfurter Biographie, Erster Band A - L, Verlag Waldemar Kramer, Seite 399-400