Frankfurter Hauptfriedhof: Christian Wilhelm Faber du Faur
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GPS: N 50° 07' 56.2" E 008° 41' 05.3''

Christian Wilhelm Faber du Faur (1780-1857)

Gewann D 86

Generalmajor Christian Wilhelm Philipp Friederich von Faber du Faur
Württembergischer Offizier und Schlachtenmaler. Geboren am 18.8.1780 in Stuttgart.
Faber du Faur nahm als Artillerie-Offizier in der Armee des französischen Marschalls Ney am Rußlandfeldzug Napoleons teil und hielt seine Eindrücke aus
diesem Krieg in einem Skizzenbuch fest.
Am 30.10.1813 gehörte er zur Begleitung Napoleons beim Empfang im
Hause Bethmann. Trennte sich dann in Frankfurt von der französischen
Truppe und kehrte nach Stuttgart zurück, wo er mit der Ausarbeitung
seiner Skizzen zu Aquarellen begann.
Seit 1816 als "Bevollmächtigter bei der Bundesmilitär-Commission" und
als Gesandter Württembergs am Bundestag in Frankfurt am Main.
Es begann hier seine eigentliche Schaffensperiode als Schlachtenmaler.
Collage
Dank der naturgetreuen Wiedergabe stellen seine Bilder, abgesehen von zwei Ölgemälden ("Übergang über die Beresina" und "Kaffeehaus in Wilna") ausschließlich Zeichnungen und Aquarelle, wichtige Quellen für den Historiker dar. Der Generalmajor verstarb am 6. Februar 1857 in Stuttgart. Seine Grabstätte ist jedoch
auf dem Frankfurter Hauptfriedhof in der Nähe des "Alten Portals".
Grabstätte neben Berlepsch-Engel linkes Kreuz rechtes Kreuz

Grabstätte mit den zwei
Kreuzen aus rotem Sandstein.
neben dem "Berlepsch-Engel"
in der Nähe des "Alten Portals".
 
Grabkreuz (li.) der Ehefrau
Inschrift

WIEDERSEHEN!
DER
VORANGEGANGENEN INNIGGELIEBTEN
GATTIN UND MUTTER
FRAU M.M. VON FABER DU FAUR
GEB. V. HIERLINGER
GEB.13.JUL.1788,
ENTSCHL.11.APR.1846
DIE
TIEF BETRÜBTEN
HINTERBLIEBENEN
Grabkreuz (re.) des Generalmajors
Inschrift

WIEDERSEHEN!
HIER RUHT UNSER GELIEBTER VATER
GENERAL VON FABER DU FAUR
GEB:18. AUG.1780, GEST:6. FEBR. 1857
VON SEINEN
KINDERN
 

Wappen im Sockel der Kreuze beide Kreuze Foto aus 1998
Wappen im Sockel der Kreuze Beide Kreuze mit Sockel Foto aus 1998
In dem Nachschlagewerk "Denkmaltopographie Stadt Frankfurt am Main",
auf Seite 215 ist die Grabstätte von Faber du Faur im Gewann D 86 mit Foto (1998) beschrieben:
"von Faber du Faur
Zwei neogotische Kreuze mit gebrochenen Kanten auf wappengeschmückten Sockeln. Beide Kreuzdenkmäler aus rotem Sandstein.
Entwürfe: Die Zeichnung von 1846 beschnitten; A. Sprückmann 1857
"

Die Beschreibung ist mit dem Symbol des Stadtadlers versehen, das heißt, daß die Grabstätte den Status
"Ehrengrab" der Stadt Frankfurt am Main genießt.

Klick vergrößert Klick vergrößert

Rückansicht der Kreuze.
Im Hintergrund ist das Gebäude
"Altes Portal" zu erkennen.
 

So, wie die zwei Gemälde oben, so setzte Generalmajor Christian Wilhelm Philipp Friederich von Faber du Faur die Wirren des Krieges ins Bild.
Quelle: Internet

Dankenswerter Weise übermittelte Herr Roberto Bona aus Goslar noch folgende Daten:

von Faber du Faur, Christian Wilhelm
geboren zu Stuttgart den 18. Aug. 1780 ev. verh. (Witwer)
Vater: Oberst und Commandeur des Schwäb. Königsdrag. Regmts. (verst.)
War früher RegirungsAdvocat.
1809 den 22. Mai als Freiwilliger zum leichten Inf. Depot und den 12. Juni beeidigt.
d. 16. Juni Cadet.
d. 16. Juli Unterlieutenant mit Pat. v. 20t.
d. 19. Aug. zum Landscharfschützenbattaillon.
1810 d. 23. April zur Artillerie.
1811 d. 1. Mai Oberlieutenant mit Patent v. 10t.
1814 d. 25. Mai Stabshauptmann m. Pat. v. 20. April 1813.
1817 d. 23. Sept. Hauptmann 1. Classe. m. Pat. v. 30t..
1826 d. 27. Sept. von der Fuß- zur reit. Artillerie versetzt.
1829 d. 27. Sept. Major m. Pat. v. 8t. ohne Gagen Erhöhung.
1832 24. Janr. Stabsoffizier bei der Fuß Artillerie.
1836 25. Sept. zum Oberstlieutenant befördert.
1838 25. Janr. zum Bataille Commandanten der Fuß Artillerie ernannt.
1839 zufolge höchsten Decrets vom 23. Dezbr. zum Militär Bevollmächtigten bei der Militär Commission in Frankfurt bestimmt.
1840 20. Sept. Oberst, unter Vorbehalt des Dienstalters für die Oberstlieutenante v. Lenz und v. Martens
1843 wegen fortdauernder Verwendung als Milit. Bevollmächtigter in Frankfurt der Stelle als Bataille Commandant der Fußartillerie enthoben und der Artillerie über den Stand zugetheilt.
1848 zum Vorstands der Abtheilung für das Artilleriewesen der Reichsfestungen im ReichsMinisterium mit den (.....) eines Obersten ( 2400 ) (...)
Gehalt und 360 (...) Hauszinsbeitrag, vom 1. Jnr. 1849. an, ernannt.
1849 12. Nov. zum General Major befördert unter Belassung in den obengenannten Gehalts- und Dienstverhältnissen.
1851 28. Oktober wegen vorgerückten Alters unter gnädigster Anerkennung
seiner vieljährigen treuen und guten Dienste mit jährlich 2160 (...) auf den Etat des Ministeriums des Aeußeren in den Ruhestand versetzt.
1857 den 6. Februar zu Stuttgart gestorben
 
Feldzüge: 1809. 1812. 1814.
Orden und Ehrenzeichen:
1812. 17. Sept. Ritter des Militär-Verdienstordens, und Mitglied der Ehrenlegion.
1819. 31. März die neue Ritter-Decoration des M. V. Ordens.
1833. 25. Sept. das neue Milit. DienstEhrenzeichen.
1837. Erlaubniß zur Annahme des Ritterkreuzes v. bad. Zähringer Löwenorden
1844. 26. Sept. das Comthurkreuz des Kön. Kronordens
1845. 8. März das Commandeurkreuz (...) des Großh. Hessischen Ludwigs Ordens
1851. das Commandeurkreuz 1t. Classe dieses Ordens
1851. 28. Oktober der Friedrichs Orden