Frankfurter Hauptfriedhof: Grabstätten bedeutender Frauen
 Zurück zur Startseite  

Doeren, Dodo van (1898-1977)  

Gewann IV Mausoleum von Gans

Zur Person

Dodo van Doeren (1898-1965)

27.08.1898 - 22.02.1977
Tänzerin, Schauspielerin, Kabarettistin.
1955 Gründerin und Vorsitzende des Künstler-Hilfsvereins "Gebende Hände". 
 

Ort der Grabstätte
  Das Urnengrab befindet sich
in Gewann IV Mausoleum von Gans,
Gruft IV I - N9 2. Reihe,
2. Platte von links

Klick vergrößert

 

Internet-Info

Hier wurde der unten angegebene Text gefunden.

Link zum Frankfurter Künstlerclub 16.09.2005:
Bildende Kunst aus 50 Jahren Frankfurter Künstlerclub Ausstellung zum Jubiläum der Künstlervereinigung im 1822-Kundenzentrum
 
Vor fünfzig Jahren wurde der Frankfurter Künstlerclub e.V. gegründet. Bereits damals gehörte es zu seinen Zielen, Kunstschaffenden aus der Rhein-Main-Region ein Präsentationsforum zu bieten. Zum Jubiläum des Clubs zeigt nun die 1822-Stiftung auf der Galerie im Kundenzentrum der Frankfurter Sparkasse in der Neuen Mainzer Straße die Ausstellung “Frankfurter Künstlerclub 1955-2005”. Mit 70 Gemälden, Zeichnungen, Karikaturen und Skulpturen gibt sie einen repräsentativen Überblick über die künstlerische Bandbreite der Arbeit von Mitgliedern und Gästen des Künstlerclubs, die in den vergangenen fünf Jahrzehnten im Nebbienschen Gartenhaus, dem Sitz des Künstlerclubs, ausgestellt haben.

Von den mehr als 500 bildenden Künstlern, die hier ihre Arbeiten präsentiert haben, sind 70 im 1822-Kundenzentrum vertreten. So vereint die Ausstellung fast einhundert Jahre Bildende Kunst aus Frankfurt und zeigt Werke der verschiedensten Stilrichtungen, Techniken und Materialien: Neben dem Ölgemälde “Portici” aus dem Jahr 1914 von Wilhelm Lefèbre findet sich beispielsweise die 2005 entstandene Acrylarbeit des 1976 geborenen Jan-Malte Strijek. Skulpturen von Anneliese Sund, Bärbel Kratz-Hanow, Kathrin Gordan, Paul Kratz und Adolf Jäger stehen neben feinlinigen Zeichnungen von Lina von Schauroth und Gerhard Johannes Richter. Der Bogen spannt sich von Karikaturen zweier Vertreter der “Neuen Frankfurter Schule”, Hans Traxler und Volker Reiche, über abstrakte Arbeiten von Ilse Hannes Schmidt und Katja Breuer oder Werke der Klassischen Moderne von Christof Drexel und Ludwig Meidner bis hin zu Landschaftsbildern und Stillleben von Karl Busch und Erwin Haug sowie von Kurt William Kempin und Maria Weyersberg. Lange in Frankfurt ansässigen Künstlern wie Ferry Ahrlé, Hans Scheil, Willi Raab, Helmut Tamm, Karl Walter Schmidt oder Thomas Zach stehen Uta Falter aus Hamburg, Bertha Fischer-Ginsburg und Heinrich Fischer aus Aschaffenburg, der in Südfrankreich lebende Daniel Cadilhac und Tomi Ungerer aus Straßburg, der als Gast vor fünf Jahren im Nebbienschen Gartenhaus ausgestellt hatte, gegenüber.

Vereint werden die Ausstellenden durch ihre Verbundenheit mit dem Frankfurter Künstlerclub. 1955 von der Schauspielerin Dodo van Doeren unter dem Namen “Gebende Hände” gegründet, sollte die Gemeinschaft von Künstlern und Kunstfreunden “ideelle und materielle Hilfe” für die Kunstschaffenden bieten. Von Beginn an vereinte der Club Künstler der Sparten Bildende Kunst, Schauspiel, Literatur und Musik. Mit dem Tod Dodo van Doerens veränderten sich die Mitgliederstruktur und die Aktivitäten des Clubs: Literatur und Bühnenkunst, die bislang im Vordergrund standen, wurden fast vollständig von der Bildenden Kunst und Musik verdrängt. Mit der Umbenennung des Vereins in "Frankfurter Künstlerclub e. V." trug man 1979 der inzwischen veränderten Zielsetzung Rechnung. Diese orientierte sich weg von der nachkriegszeit-bedingten Wohltätigkeitseinrichtung hin zu einem Forum, in dem sich Künstler - Mitglieder wie auch Gäste der Vereinigung - präsentieren konnten.

Seit der Übernahme des Vorsitzes durch Ernst-Dietrich Haberland im Jahr 1996 haben alle Kunstgattungen des Vereins wieder gleiche Geltung: Neben zwölf Bilderausstellungen finden jährlich rund 75 Konzerte, Lesungen und Schauspielaufführungen im Nebbienschen Gartenhaus in der Bockenheimer Anlage zwischen Alter Oper und Eschenheimer Turm statt. Mit diesen vielfältigen Aktivitäten, die jährlich rund 10.000 Besucher erreichen, ist der Frankfurter Künstlerclub ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Frankfurt. Zu den mehr als 300 Mitgliedern zählen Maler, Bildhauer, Graphiker, Fotografen, Schauspieler, Schriftsteller, Kabarettisten und Musiker, aber auch rund 100 Mäzene und Förderer.

Die Ausstellung wird von einem reich bebilderten Katalog begleitet. Verfasst und zusammengestellt wurde er von dem Ausstellungskurator, Otto Winzen. Der Kunstsammler und Autor von mehreren Romanen und Erzählbänden ist Mitglied im Frankfurter Künstlerclub und dort in Auswahl und Organisation der Ausstellungen eingebunden.

Link zum Frankfurter Künstlerclub hier klicken