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Betrachtend-betend vollziehen Christen den Leidensweg Jesu nach. Daraus hat sich eine Andachtsform entwickelt, die wiederum unter dem gleichen Namen die bildende Kunst inspirierte: Der Kreuzweg. Die biblischen Evangelien beschreiben neun Szenen auf diesem Leidensweg Jesu, beginnend mit der Verurteilung bis hin zur Grablegung: |
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Die mittelalterliche Passionsmystik und der Einfluss der Franziskaner tragen dazu bei, dass sich die Kreuzwegandacht ab dem 15. Jahrhundert im gesamten Abendland verbreitet. Bildzyklen helfen, diese Gebetsform sinnenhaft-anschaulich zu gestalten. Der hier gezeigte Kreuzweg wurde von Frankfurter Steinmetzen u. Friedhofsgärtnern gestaltet. |
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Station 1 |
| Jesus wird zum Tod verurteilt | |
Matthäus 27,22-23.26: Pilatus sagte zu ihnen: Was soll ich dann mit Jesus tun, den man den Messias nennt? Da schrien sie alle: Ans Kreuz mit ihm! Er erwiderte: Was für ein Verbrechen hat er denn begangen? Da schrien sie noch lauter: Ans Kreuz mit ihm! Darauf ließ er Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen. |
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| Gestalterische Umsetzung: Die Farbe Weiß steht in der Pflanzensymbolik u.a. für die Verurteilung zum Tod, ebenso kündigen Lilie, Eibe, Fichte und Efeu den Tod an. Die rote Heide drückt das Leiden Christi aus und Gräser im Allgemein sind Sinnbild der Vergänglichkeit. Doch trotz der düsteren Stimmung, die hier zum Ausdruck gebracht werden soll, gibt es auch positive Aspekte. Steinbrech, z.B. steht für das ungebrochene Gottesvertrauen, die Taubnessel für Mut und Ilex ist ein Zeichen für ewiges Leben. |
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