Frankfurter Hauptfriedhof:  Falsch verstanden?
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Die Bemühungen um die Erhaltung künstlerisch oder historisch wertvolle Grabmale sind vielfältig.
Ein Bericht des Autors dieser Internetseite.

Wenn jemand etwas falsch versteht, wird er gegebenenfalls nachfragen, um das Defizit seines Wissens auszugleichen. Das ist der Normalfall und es war auch am 07.09.07 so, als ich von einem Herrn des Grünflächenamtes erfuhr, wie bei einer Grabpatenschaft die Pflichten des Paten zu verstehen sind. Jedoch machte das Nachfragen mich nicht schlauer, im Gegenteil, es wirft neue Fragen auf. - Um was ging es?

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Klick vergrößert Das Nutzungsrecht eines unter Denkmalschutz stehende Grabmal im Gewann A auf dem
Frankfurter Hauptfriedhof wurde vor einiger Zeit einem sachkundigen  Grabmalpaten überschrieben.

(Wenn der Grabstein sich hätte äußern können, hätte er sich bestimmt gefreut, daß sich endlich wieder jemand um seinen Zustand kümmert.)
Das neobarocke Postament aus gelbem Sandstein mit geschmückter Urne ist um 1880 errichtet worden und zeigt heute, daß die Zeit nicht spurlos an dem Grabmal vorüberging.
Kurz: Der Grabstein ist reparatur- und pflegebedürftig, um ihn vor dem Verfall zu schützen.
Die Rettungsaktion ist mit der Patenschaft auch in der Vereinbarung festgeschrieben, wo es in § 1 heißt:
"Um auf den Frankfurter Friedhöfen künstlerisch oder historisch wertvolle Grabmale zu erhalten, übernimmt der Pate die Verpflichtung, auf seine Kosten diese denkmalwerte Grabstätte, für die zur Zeit kein Nutzungsrecht besteht, einschließlich der denkmalwerten baulichen und gärtnerischen Anlagen zu restaurieren und instand zu halten."
 
Doch seit Beginn der Patenschaft hat sich um und an dem Grabmal nichts geändert.
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Aufmerksamen Friedhofsbesuchern fällt diese Grabstätte wegen ihrer Ungepflegtheit ins Auge.
Zurück zum 07.09.07, an dem ich den Grabmalpaten - gleichzeitig Mitarbeiter des Grünflächenamtes - im Verwaltungsgebäude ansprach und erfahren wollte, wann die Pflege dieses Grabmals begonnen werde.
Der bevorstehende Tag des Friedhofs wäre ja ein guter Zeitpunkt,
das historisch wertvolle Grabmal in ein besseres Licht zu rücken.
"Das Grabmal bleibt so, wie es ist. Haben Sie noch nichts von der 'Schönheit des Verfalls' gehört?", war das, was ich zur Antwort bekam. "Und gärtnerisch guckt Herr S.* immer 'mal danach." , beantwortete der Grabmalpate die Frage nach der Instandhaltung der gärtnerischen Anlage.

 

* Herr S. ist ein Angestellter in Diensten des Grünflächenamtes

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Die Schönheit des Verfalls:  Kein anderer sollte hier "Hand anlegen", so argumentiert der Pate.
Schließlich wurde mir klar gemacht, daß der Grund Grabmalpate zu werden, von Anfang an darin
bestand, das denkmalgeschützte Grabmal so zu belassen, wie es ist. Es solle deshalb auch kein anderer bekommen...
Ein Bekannter, der die Unterhaltung verfolgte, setzt sich intensiv für Grabmalpatenschaften ein und pflegt selbst mehr als ein Grabmal als Pate auf dem Frankfurter Hauptfriedhof und weiß diese Aussage auch nicht zu deuten.

Irgendwie ist hier etwas falsch verstanden worden.
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Wildwuchs um das Grabmal
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Gelber Sandstein
Ich darf als Autor dieser Internetseite und als Freund des Frankfurter Hauptfriedhofes hoffen, daß der Denkmalschutz nur wenige Paten vereinbarungsgemäß an sich bindet, die so denken und sich so äußern.

Harald Fester