Frankfurter Hauptfriedhof:  Alte Rotbuche  (2)   Alte Bilder
 Zurück zu Start  

Seite vor (Allgemeine Informationen)

Klick vergrößert
Klick vergrößertKlick vergrößert
Links:
Ausschnitt der Internetseite von
FRANKFURT.DE

Hier wird die Rotbuche beschrieben und es werden drei Fotos gezeigt.
Klicken Sie auf die Fotos, um die volle Größe anzuzeigen.

 

 

 

Der Text: "...Vor langer Zeit verschlang ihr Stamm sogar einen Begrenzungsstein und gab ihn seit dem nicht mehr her."
gab während des Fällens des Baumes Veranlassung, besonders vorsichtig den Stamm zu bearbeiten.
Allerdings wurde bis Abschluß der Fällarbeiten kein Stein gesichtet.
Vielleicht ist der beschriebene Begrenzungsstein noch im verbliebenen Stumpf verborgen...?


Klick vergrößert Klick vergrößert Ein alter Stich von Friedrich Rumpf (1795-1867) aus der Zeit um 1828, dem Jahr der Friedhofseröffnung, gibt deutlich zu erkennen, daß sich im Bereich der Grüften eine Baumgruppe befindet, deren Form und Wuchs allerdings nicht einer Buche ähneln.

.Klick vergrößert

Klick vergrößert

Das Foto trägt die Nummer:
S7C 1998/27.362
ISG Frankfurt a. M

Oben:
Diese Foto aus den 50er Jahren - ein "Dachbodenfund" - zeigt den östlichen Bereich von Gewann C mit der alles überragenden Rotbuche.


Rechts:
Diese Foto aus dem Archiv des Instituts für Stadtgeschichte, Frankfurt am Main zeigt den Baum noch mit dem schwer tragenden Ast, der später entfernt wurde und die Wunde entstehen ließ, die sich leider nicht mehr geschlossen hat. Fachleute vermuten, daß hier die Ursache für die Überfeuchtung zu suchen ist.

Zustandsbeschreibung vom 1. Februar 1988:
Sehr starker Einzelbaum (Rotbuche = Fagus silvatica), am Grüfteweg (gegenüber der Gruft Nr. 38) auf dem Hauptfriedhof, etwa 60 m nördlich des Einganges Rat Beil Straße.
Gewaltige Stammpartie mit markanten und ausgeprägten Wurzelanläufen.
Ferner Stammhohlkehlen und -beulen; Stamm leicht drehwüchsig; eine große Morschung auf der Nordseite des Stammes wurde seinerzeit, baumchirurgisch behandelt.
Am Fuße dieser Wundstelle haben sich zahlreiche Pilzfruchtkörper
angesiedelt; im Zuge der Behandlung wurde auch ein Drainageröhrchen verbaut.
Der Baum (vor allem die Krone) ist stark zur Ostseite (Richtung Grüfte) geneigt; erste stärkere Grünäste ab etwa 3 m Höhe horizontal abgehend; Kronenbildung ab ca. 4 m durch einige
Starkäste, die häufig in schrägem Winkel zum Licht streben, sich reich weiter verzweigen und oben recht weit ausladen; diese Äste erscheinen bruchgefährdet; mitunter wurden auch Kronenäste entfernt (teils beginnende Faulherdbildungen an den Schnittstellen).
Von Linden, Birken Eiben und Strauchwerk umgeben - jedoch kaum in der Krone bedrängt.
Äste teilweise miteinander verwachsen; wenige, geringe Dürräste; leichter Fruchtbehang.
Höhe: 23 m
Durchmesser: 5,90 m
Zustand - gut
Alter ca. 150 Jahre ?

Klick vergrößert

Links:
Diese alte Zeichnung aus dem Jahre 1905 gibt Aufschluß über das Geheimnis des oft zitierten Steines, der in den Baum eingewachsen sein sollte. Es handelt sich also nicht um einen Grabstein, wie in mancher Literatur zu lesen, sondern es geht hier um einen Stein einer Einfriedigung.
Die Zeichnung wurde von einem Architekten angefertigt, der mit "Graeff" unterzeichnete und zeigt die Grabstätte von Metzler.

 

In dem "Auszug-Protokolls des Friedhofs-Amtes" vom 2. März 1914 ist unter anderem folgender Beschluß festgeschrieben:
"...Der an der Grabstätte v. Metzler stehende Baum soll erhalten werden. Insoweit die Nutzungsberechtigten der anstoßenden Grabstätten diese nicht als Urnengräber weiter benutzen wollen, oder überhaupt auf die Weiterbenutzung verzichten, sind ihnen Ersatzgräber zuzuweisen.."